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§ 5 LuftSiG - Passagier und Gepäckkontrolle

An den deutschen Verkehrsflughäfen übernehmen immer häufiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privater Sicherheitsdienstleister, die sogenannten Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten, die hoheitlichen Aufgaben gemäß § 5 LuftSiG als „Beliehene“ im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und in der Fachaufsicht der Bundespolizei (BPOL) sowie im Auftrag der Luftsicherheitsbehörden der Länder.

Wenn es darum geht, wie der Passagier seine Reise beurteilt, stehen die Fluggast- und Gepäckkontrollen genauso im Fokus wie Check-in und der eigentliche Flug. Die Serviceorientierung hat somit ebenso wie die höchstmögliche Sicherheit einen zentralen Stellenwert für die Luftsicherheitsassistentinnen und -assistenten. Es werden in immer kürzeren Abständen neue Kontrolltechniken eingeführt, die von Sicherheitspersonal bedient werden müssen. Hierfür sind entsprechende Schulungen nötig. Gleichzeitig erfolgt eine stetige Optimierung und Anpassung der Kontrollprozesse, etwa durch geänderte Konfiguration von Kontrollstellen, um so für einen noch reibungsloseren und in Stoßzeiten vor allem schnelleren Passagierdurchfluss zu sorgen.

Die Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten führen Kontrollen für Personen, Handgepäck, mitgeführte Gegenstände und aufgegebenes Gepäck durch. Dabei überprüfen Sie die Zulässigkeit von Handgepäckinhalten und sorgen für die Abwehr der Einbringung von gefährlichen und verbotenen Gegenständen unter Einsatz von technischen Hilfsmitteln, wie z. B. Sprengstoffspürgeräten, Handsonden und Sicherheitsscannern.

§ 8 LuftSiG - Eigensicherung des Flughafenbetreibers

Gemäß § 8 LuftSiG ist der Flughafenbetreiber zur Eigensicherung seiner gesamten Sicherheitsbereiche verpflichtet. Das heißt, dass alle Beschäftigten, die sich in den Sicherheitsbereichen des Flughafens aufhalten oder diese betreten wollen, durchsucht werden müssen. Ebenso werden alle Fahrzeuge durchsucht sowie Waren kontrolliert.

Dies soll verhindern, dass unberechtigte Personen Zutritt zum Sicherheitsbereich erhalten bzw. unerlaubte oder verbotene Gegenstände in den Sicherheitsbereich gebracht werden. Diese Aufgaben und auch der Objektschutz für die Flughafenanlagen werden im Auftrag des Flughafenbetreibers von privaten Sicherheitsdienstleistern erbracht. Die Eigensicherung findet an allen Übergängen von der Landseite zur Luftseite sowie im Sicherheitsbereich selbst statt. Dies sind beispielsweise Ankunfts- und Abflugbereiche sowie die Gepäckbereiche in den Terminals. Die Frachtbereiche, das Vorfeld mit seinen Rollbahnen und die Außenanlagen zählen ebenfalls dazu. Im Zusammenspiel mit den zuständigen Behörden und den Flughafenbetreibern ist der Sicherheitsdienstleister in der Lage, die Vorgaben des Luftsicherheitsplanes umzusetzen und somit für die Sicherheit an den Flughäfen zu sorgen. Die Sicherheitsmitarbeiter führen in diesem Zusammenhang die Personal- und Warenkontrollen sowie Fahrzeugkontrollen durch, kontrollieren Bordkarten, verfolgen Alarme, erledigen Kontrollgänge, verhindern Passagierrückläufe und führen Sicherheitsbegleitungen für Flughafenanlieferungen und Überwachung von Externen, z. B. Bauarbeitern, Lieferanten, Handwerkern usw. durch.

§ 9 - Eigensicherung der Luftfahrtunternehmen

Nach § 9 LuftSiG sind die Luftfahrtunternehmen verpflichtet, Sicherheitsmaßnahmen bei der Abfertigung von Fluggästen und der Behandlung von Post, Gepäck, Fracht und Versorgungsgütern durchzuführen.

Des Weiteren sind sie verpflichtet die ihnen auf einem Verkehrsflughafen überlassenen Bereiche und Räume in dem nicht allgemein zugänglichen Teil des Flughafens vor unberechtigtem Zugang zu sichern und den Zugang nur berechtigten Personen zu gestatten. Auch hier leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privater Dienstleister einen entscheidenden Beitrag zu einem sicheren Luftverkehr. Insbesondere im Hinblick auf sich ändernde Gesetzeslagen und sicherheitsrelevante Vorkommnisse bieten sie Luftfahrtunternehmen speziell ausgebildetes Personal und umfangreiches Expertenwissen. Als Spezialisten für Luftsicherheit legen private Dienstleister vor allem Wert auf eine sorgfältige und gewissenhafte Ausführung ihrer Aufgaben. Sie verbinden die Dienstleistungen zunehmend mit einem serviceorientierten Vorgehen, zeigen Verständnis für das Geschäft, die Marken und Philosophien der weltweit agierenden Unternehmen.

Die Dienstleistungen finden im sensiblen Sicherheitsbereich eines Flughafens statt - auf dem Vorfeld oder im Flugzeug. Strenge Zugangsvoraussetzungen zur Ausübung der Tätigkeiten sichern hier gleichzeitig ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Qualität. Die Kontrolle von Luftfracht, Post und Warenpaketen kann in überlassenen Bereichen eines Flughafens oder öffentlich zugänglichen Frachthallen stattfinden und als Teil der „sicheren Lieferkette“ mit Auflagen versehen werden. Grundsätzlich tragen die Luftfahrtunternehmen die Verantwortung und dürfen nur kontrollierte Fracht entgegennehmen. Die dort eingesetzten Mitarbeiter führen Röntgenkontrollen von Frachtgut, Post und Warenpaketen durch, nehmen manuelle Kontrollen vor, kontrollieren mit ETD-Geräten oder Sprengstoffspürhunden, erledigen Flugzeug- bzw. Kabinendurchsuchungen und Flugzeugversiegelungen, sichern abgestellte Flugzeuge vor unberechtigtem Zugang, führen Zugangskontrollen zum Luftfahrzeug und Kontrollen von Bordvorräten und Versiegelung durch.

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